Einladung zum Workshop: Wappendatenbank auf der Grundlage eines netzwerkorientierten Datenmodells in Anlehnung an Semantic Web-Technologien von Herrn Michael Voß

INHALT

Der Ausgangspunkt für die Entwicklung des vorzustellenden Programms war der Satz:

Innerhalb einer Datenbank, mit der Objekte beschrieben werden sollen, darf für eine Aussage nur ein Begriff verwendet werden.

Auf der Grundlage dieser Aussage ist eine Arbeitsweise mit einer darauf aufbauenden Datenbank entstanden; ein netzwerkorientiertes Datenmodell welches sich an Semantic Web-Technologien anlehnt.

Mit diesem Programm können Objekte, z.B. Kunstgut oder Wappen, eindeutig beschrieben werden, um ein 100%ig genaues Rechercheergebnis zu ermöglichen.

Die Datenbank wurde als Internetprogramm erarbeitet, die als Wappendatenbank bereits im Netz steht.

Mein Wunsch: Als Ergebnis des Vortrages –

die Bildung einer Arbeitsgruppe „Wappendatenbank“

Michael Voß, Dipl. Metallgestalter, Mitglied im HEROLD


INFORMATIONEN

Wann: 12. Oktober 2019, 10.00 Uhr

Wo: Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Schloßstr. 12
14467 Potsdam

Wer: Michael Voß, Dipl. Metallgestalter, Mitglied im HEROLD


Bitte bringen Sie ein internetfähiges Gerät wie Notebook o.ä. mit, um die gezeigte Datenbank selbst ausporbieren zu können.

Es wird um Anmeldung gebeten unter: mseifert@agoff.de




Weitere Informationen zum Inhalt

Kunstgut-Inventarisierung und Heraldik – zwei Fachgebiete – ein Datenbankprogramm auf der Grundlage eines netzwerkorientierten Datenmodells in Anlehnung an Semantic Web-Technologien

Die Datenbank, die in der geplanten Veranstaltung vorgestellt werden soll, ist bei der Arbeit an der Inventarisierung des Kunstgutes in den Kirchen des heutigen Kirchenkreises Mecklenburg in der Nordkirche ab dem Jahre 1992 entstanden.

Meine Anforderung an eine Datenbank für die Inventarisierung lautete damals, dass jeder Nutzer ein bestimmtes Objekt in den gespeicherten Informationen eindeutig finden kann.

Der folgende Satz beschreibt für mich die Voraussetzung für eine Datenbank, sei es für die Inventarisierung oder die Heraldik, die ein 100%ig genaues Rechercheergebnis möglich machten kann:

Innerhalb einer Objekte beschreibenden Datenbank darf für eine Aussage nur ein Begriff verwendet werden.

Auf der Grundlage dieser Forderung ist eine Arbeitsweise mit einer darauf aufbauenden ungewöhnlichen Datenbank entstanden, mit der ich in der Zeit von 1996 bis 2012 mehr als zehntausend Objekte in ca. 600 Kirchen mit einer einheitlichen Begrifflichkeit inventarisiert habe.

Beim Sammeln der Informationen über Objekte bei die Inventarisierung beschreibt der Nutzer mit dieser Datenbank die Gegenstände, indem er sie schrittweise mit den bereits im Programm gespeicherten, hierarchisch angeordneten Aussagen vergleicht und die geeigneten Begriffe mit der Maus nacheinander auswählt.

Bei der Recherche wird in der Datenbank der gleiche Weg beschritten.

Bei meiner Arbeit in den Mecklenburger Kirchen waren die Wappen der ansässigen Adelsfamilien ständige Begleiter in vielfältigen Formen. Für eine heraldische Datenbank lassen sich ähnliche Ziele wie für die Inventarisierung formulieren:

Ein gefundenes Wappen soll dem Namen des Wappenträgers eindeutig zugeordnet werden, dieser Name als wichtiger Schlüssel in die Geschichte vieler Objekte und für alle wissenschaftlichen Überlegungen zu einem bestimmten Wappen.

Die für die Inventarisierung entstandene Datenbank kann, ohne dass Funktionen geändert werden müssen, mit heraldischem Inhalt gefüllt werden. Ein Wappen wird blasoniert, indem der Nutzer schrittweise das Wappen mit den bereits im Programm gespeicherten, hierarchisch angeordneten Aussagen vergleicht und die geeigneten Begriffe auswählt. Mit dieser onlinebasierten Datenbank für die Heraldik können Wappen nicht nur blasoniert, sondern es kann mit dem gleichen Werkzeug auch nach dem Namen eines Wappenträgers eindeutig recherchiert werden. Damit ist es möglich, dass viele mit diesem Programm unabhängig voneinander vergleichbare Ergebnisse bei dem Entstehen einer großen Wappendatenbank erzielen können.

An den wichtigsten Aussagen des Vortrages von Jun. – Prof. Hiltmann, Münster, den er 2017 in der Mitgliederversammlung des HEROLD und 2018 in der Staatsbibliothek in Berlin gehalten hat, wurde mir das Besondere meiner Datenbank bewusst. Für mich ist die zentrale Aussage dieses Vortrages, dass heraldische Informationen in einem Netzwerk dargestellt werden können – das Netzwerk als eine Technik des Semantic Web. An den Grafiken in dem Vortrag von Prof. Hiltmann entdeckte ich, dass in der vorzustellenden, von mir konzipierten Datenbank eine solche Netzwerkstruktur gebildet wird.

Der Titel des Vortrages lautete: Wappen und Semantic Web – Neue Methoden für alte Quellen.

In der Universität Rostock fragte ich um Rat, was aus der Sicht eines Informatikers bei meiner Arbeit entstanden ist. Dr. Holger Meyer, Dozent in der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik im Lehrstuhl für Datenbank- und Informationssysteme war bereit, sich die Arbeit anzusehen. Der folgende Satz ist für mich die wichtigste Aussage in seiner Stellungnahme:

Das zugrundeliegende Modell der Datenbank ist nicht klassisch tabellenorientiert sondern benutzt ein flexibles, netzwerkorientiertes Modell aus Knoten und Kanten.

Durch die Art der Struktur des Programms ergeben sich nicht geplante Möglichkeiten, zwei Beispiele seien genannt:
Ein mehrsprachiges Arbeiten kann eingerichtet werden, d.h. ein Wappen wird auf Deutsch blasoniert und lässt sich sofort in einer anderen Sprache anzeigen oder in einer anderen Sprache kann im deutschen Wappenbestand recherchiert werden.
Es kann ein einfach zu handhabendes mehrsprachiges Lexikon entstehen möglich in allen Sprachen, in denen die Heraldik eine Rolle spielt.

Diese Datenbank mit ihren vielen, in der besonderen Struktur entdeckten Möglichkeiten möchte ich in der geplanten Veranstaltung ausführlich vorstellen und zusammen mit den Besuchern ausprobieren.

Als Ergebnis des Workshops wünsche ich mir die Bildung einer Arbeitsgruppe „Wappendatenbank“


Für den Inhalt dieses Beitrags ist der Vortragende verantwortlich.

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